Daytrading

Ratgeber

Mittlerweile hat sich das Thema des Börsenhandels bzw. aller geschäftlichen Tätigkeiten rundum dieses Gebiet ebenfalls bei zahlreichen privaten Anlegern etabliert. Tatsächlich sind sogar einige Anleger mitunter dazu übergegangen, zumindest in Form einer Teilzeitbeschäftigung dem Trading nachzukommen.

Das sogenannte Daytrading spielt dabei eine ganz fundamentale Rolle. Dieser Artikel soll Sie darüber aufklären, worum es sich beim Daytrading überhaupt handelt und auf welche Art und Weise vielleicht auch Sie zum nächsten Experten im Bereich des Daytradings werden könnten.

Die Grundzüge des Daytradings

Wie der Name beinahe bereits verrät, handelt es sich beim Daytrading um eine Form des Tradings auf täglicher Basis. Dabei werden oftmals Positionen nur für wenige Stunden gehalten oder gar kürzer. Mithilfe von bestimmten Finanzprodukten können dabei bereits aus vermeintlich kleinen Kursbewegungen größere Renditen erzielt werden. Abgesehen davon werden oftmals viele Trades pro Tag getätigt, um letztendlich auf ein zufriedenstellendes summiertes Ergebnis zu kommen.

Regeln in Bezug auf die Anzahl der zu tätigenden Trades oder auch der zu nutzenden Basiswerte existieren dabei kaum welche. Vielmehr ist es dem jeweiligen selbst Anleger überlassen, sich mit einem Anlagesystem vertraut zu machen, dass am besten zu ihm oder sie passt. Die Adaption von anderen Herangehensweisen führt in den meisten Fällen nicht zum gewünschten Erfolg. Nicht ohne Grund verfolgt auch auf professioneller Ebene jeder Trader sein eigenes System, wobei all diese verschiedene Taktiken individuell zum Erfolg führen können – es hilft also nicht, dem erst besten Börsenmagazin Gehör zu schenken und auf Basis dessen die perfekte Anlagestrategie aufzubauen.

Die Art der Finanzprodukte

Entscheidend beim Daytrading sind vor allem die jeweiligen Finanzprodukte, welche sich für gewöhnlich von normalen Anlagestrategien unterscheiden. Grundsätzlich gilt beim Daytrading, dass ein weitaus größerer Erfahrungs- sowie Fachexpertisenschatz zur Verfügung stehen sollte. Des Weiten bestehen mitunter weitreichendere Risiken als bei anderen herkömmlichen Produkten – das Daytrading sei mit Vorsicht zu genießen und lediglich von erfahrenen Tradern anzuwenden!

Hebelprodukte

Bei der Wahl des richtigen Finanzprodukts ist es entscheidend, bereits bei geringen Kursveränderungen einen merkbaren Gewinn zu erzielen. Dabei würden beispielsweise normale Aktienkäufe nicht zu dem Erfolg führen, der erreicht soll. Die Gebühren der jeweiligen Positionen sorgen oftmals dafür, dass beispielsweise positive Kursveränderungen in Höhe von 0,1 % nicht ausreichen, um bereits einen Profit erreichen zu können. Das rettende Zauberwort heißt hierbei „Hebelprodukte".

Bei den Hebelprodukten handelt es sich um Finanzprodukte, die der Kategorie der Derivate zugehörig sind, also den Kurs eines zugrunde liegenden Basiswerts widerspiegeln. Die Hauptkomponente der Hebelprodukte trägt den ähnlichen Namen des Hebels und sorgt dafür, dass die Kursveränderungen des widergespiegelten Basiswerts eine Faktorisierung erhalten. Infolgedessen kann beispielsweise ein Hebelprodukt mit dem Basiswert der Aktie von VW und einem Hebel von 10 ein Kursplus von 1 % erzielen, sobald der tatsächliche Kurs der VW-Aktie um lediglich 0,1 % steigt – auf diese Weise kann das Daytrading in den kürzesten Abständen unter anderem betrieben werden.

Das Ganze kann sich jedoch ebenfalls in genau die andere Richtung entwickeln mit derselben Kurseinwirkung, weshalb deutlich wird, dass die Trades gezielt gesetzt werden sollten. Darüber hinaus drohen bei einigen Hebelproduktarten gar Totalverlust mit anschließender Nachschusspflicht.

Es wird deutlich, dass sich keine Laien und Amateure an Hebelprodukte wagen sollten, die beispielsweise noch nie etwas von Stop-Buy-Limit-, Take-Profit- oder auch Stop-Loss-Orders gehört haben.

Daytraden wie die Profis

Sobald tatsächlich das Daytrading in die Tat umgesetzt wird, ist der jeweilige Anleger allerdings ebenfalls in der Lage, sich mit den Profis auf derselben Wellenlänge zu betrachten – zumindest, wenn die Aktionen mit Erfolg gekürt sind.

Demzufolge wird das Daytrading vor allem von denjenigen ausgeführt, die das Ganze beruflich ausüben und dementsprechend beispielsweise bei Hedgefonds-Gesellschaften oder auch Investmentbanken angestellt sind. Doch auch selbstständige Trader lassen sich im Feld des Daytradings antreffen.

Eindeutig erscheint lediglich die Tatsache, dass es sich dabei um die schwierigste Disziplin des Tradings handelt. Laien und Amateure werden hierbei keinerlei langfristigen Erfolg erzielen, sollten sie nicht gerade von einem beeindruckenden Glücksengel gesegnet worden sein.

Die Falle der CFD-Produkte

CFD-Finanzprodukte stellen unter anderem eine Art der Hebelprodukte dar und bieten sich dementsprechend für das Daytrading an. Dabei handelt es sich hierbei um die mit Abstand risikoreichsten frei handelbaren Finanzprodukte überhaupt.

Allerdings werben mitunter verschiedene Banken mit Angeboten, welche beispielsweise 200 €-Startguthaben versprechen, sobald ein CFD-Trade in Höhe von 500 € im nächsten Monat erteilt wird. Auf diese Weise werden vor allem Neulinge ins Boot geholt, von denen wiederum einige wenige das Kleingedruckte überlesen bzw. nicht beachten. Jedoch herrschen je nach Anbieter und CFD-Produkt hohe Risiken in Bezug auf den potenziellen Totalverlust, welcher schneller eintreten kann, als für möglich gehalten wird.

Folglich sollten stets die Alarmglocken läuten, sobald mit CFD-Produkten oder Ähnlichem geworben wird und potenziell überzeugende Startkonditionen winken.

Abgesehen von Banken und Online-Broker, die auf diese Weise einige ihrer zukünftigen Kunden generieren, existieren ebenfalls vermehrt Videos rundum das CFD-Trading. Gleichzeitig ist ebenfalls anhand einer kurzen Recherche herauszufinden, dass bereits etliche Neulinge im Bereich des Tradings aufgrund solcher Videos in den Bereich des kurzfristigen CFD-Tradings gelockt worden sind. Die Folgen waren in den meisten Fällen Totalverluste mit anschließenden hohen Schulden.

Fazit

Letztendlich sollte beachtet werden, dass es sich beim Daytrading um die Herangehensweise der meisten professionellen kurzfristigen Trader handelt. Infolgedessen besteht eine hohe Schwierigkeit, selbst erfolgreicher Teil des Ganzen zu werden.

Mit sogenannten Hebelprodukten lassen sich bereits bei kleinen Kursbewegungen ansehnliche Renditen erzielen, die in der Summe den Unterhalt der jeweiligen beruflichen Trader erzeugen.

Doch gleichzeitig sollten Neulinge und Laien nicht dem vermeintlichen Weg zum Reichtum verfallen. Speziell im Internet kursieren viele Ansammlungen von Fallen, die den naiven und unwissenden Laien beispielsweise in das CFD-Tading treiben wollen, um mit dem Werben eines Neukunden Geld zu generieren – es ist Vorsicht geboten!