Wohnbaukonto

Ratgeber

Unter einem Wohnbaukonto versteht sich ein besonderes Konto, das ausschließlich in Verbindung einer Baufinanzierung in Österreich Verwendung findet. Über ein solches Wohnbaukonto verlaufen dann etwaige Überweisungen, die während des Baus oder Kaufs einer Immobilie anfallen können. Darüber hinaus wird die bereits festgelegte Summe des Darlehens auf dem Wohnbaukonto angelegt und kann somit zu jeder Zeit genutzt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit den momentanen Stand des Kontos bei einem Wohnbaukonto in den Hypothekarkredit umzuformen.

Unter einem Hypothekarkredit wiederum versteht sich eine Kreditart, bei der die angelegte Hypothek eine Sicherheit des Kredits darstellt. Ein Hypothekarkredit wird oft auch als Grundpfandrecht benannt. Das heißt, der Gläubige könnte zur sogenannten Tilgung entweder das ganze Grundstück oder auch nur Teile dessen verkaufen. Dies passiert allerdings nur dann, wenn in diesem Fall keine Zahlung der Raten stattfinden sollte.

Die Eigenschaften eines Wohnbaukontos

Grundsätzlich lässt sich ein Wohnbaukonto mit einem Rahmenkredit vergleichen, allerdings ist es so, dass dieses letztlich nur bei einer Baufinanzierung eingesetzt wird. Der Ablauf ist stets der gleiche, zuallererst kommt es zur Aufnahme eines Hypothekarkredites durch den Kreditnehmer. Die Summe des Darlehens wiederum wird oftmals seitens des Wohnbaukontos gutgeschrieben. Ab diesem Zeitpunkt besteht für den Kunden jederzeit die Möglichkeit entweder Teile oder auch den gesamten Betrag abzurufen, vergleichbar also mit einem Rahmenkredit.

Bei einem Wohnbaukonto darf allerdings das zur Verfügung stehende Guthaben entweder beim Kauf einer Immobilie, beim Bauen sowie auch bei einem möglichen Umbau verwendet werden. Darüber hinaus besitzt ein Wohnbaukonto eine weitere besondere Eigenschaft, denn nur auf die verwendeten Teilsummen werden Zinsen verrechnet. Letztlich wird gegen Abschluss des Baus oft das noch vorhandene Guthaben in einen Hypothekarkredit umgewandelt.

Bei wem eignet sich die Anlegung eines Wohnbaukontos?

Grundsätzlich eignet sich die Anlegung eines Wohnbaukontos für jeden Interessenten, welcher eine Baufinanzierung im Auge hat. Da das Guthaben eines Wohnbaukontos immer abgerufen werden kann, bietet es eine hervorragende Möglichkeit sollte man eine Immobilie bauen wollen. Bei Kauf einer Immobilie wiederum sollte man im Blick haben, wie man die Zahlung leisten möchte. Denn wenn man beispielsweise geplant hat, dass neu erworbene Haus nach Abschluss des Vertrages in einer einschlägigen Summe zu zahlen ist einem Anlegen des Wohnbaukontos abzuraten. Letzten Endes wäre dies schlichtweg unnötig, da ein Wohnbaukonto ausschließlich dann seine Notwendigkeit findet, wenn das Guthaben Schritt für Schritt verwendet wird.

Vorteile

Zum einen weist das Wohnbaukonto eine enorme Flexibilität auf. Wobei sowohl Kontoinhaber, als auch der Nehmer des Kredits einen Profit daraus ziehen können, denn sämtliche Teile des Betrages stehen zu jeder Zeit zum Abruf bereit.

Ein Wohnbaukonto ist des Weiteren mit wenig Kosten verbunden. Das zeigt sich insbesondere in einem Vergleich mit weiteren Darlehensarten. Denn in den meisten Fällen fallen bei der Anschaffung eines Wohnbaukontos entweder minimale oder auch keinerlei Kontoführungsgebühren an.

Da ein Wohnbaukonto je nach Kundenwunsch geändert werden kann, zeigt sich die Nutzung eines solchen Kontos als großen Vorteil. Damit zeigt sich das Wohnbaukonto auch mit seiner Individualität als Besonderheit.

Zuletzt zeigt sich als ein weiterer Vorteil die niedrig liegenden Zinsen, so dass jeder Kreditnehmer einen gewissen Profit daraus ziehen kann.

Nachteile

Ein Wohnbaukonto bringt im Vergleich zu den Vorteilen nur geringe Nachteile. Grundsätzlich ist das Anlegen eines Wohnbaukontos nicht bei großen Summen zu empfehlen. Denn die Besonderheit zeigt sich bei einem Wohnbaukonto nur dann, wenn man Schritt für Schritt Teile des Betrages aufruft. Sollte man allerdings eher höhere Beträge im Auge haben, sollte man auf die altbewährte Methode zurückgreifen, dem Immobilienkredit bzw. Hypothekarkredit.

Was ist bei der Anlegung eines Wohnbaukontos wichtig?

Im vorherigen wurden schon einige wichtige Dinge bei der Anlegung eines Wohnbaukontos genannt, darunter auch die Vorteile und Nachteile. Allerdings gibt es noch weitere interessante Fakten, die nicht außen vorgelassen werden sollten.

Zum einen werden bei jeder Bewegung des Kontos oder besser gesagt bei sämtlichen Transaktionen, die stattfinden Auszüge des Kontos gemacht. Denn alle vorhandenen Bewegungen sollten direkt festgehalten werden. So kann man in der Rolle des Kreditnehmers eine übersichtliche Wohnbaubuchhaltung anfertigen. Damit auch nach den vergangenen Monaten der Ausgaben eine Übersicht der Baufinanzierung vorhanden bleibt.

Unterdessen kommt es zur Durchführung sämtlicher Zahlungen, die bezüglich der Immobilienfinanzierung und dem Bau bzw. dem Kauf eines Hauses zusammenhängend beieinanderstehen. Aus diesem Grund müssen die Zahlungen nicht auf dem eigenen Girokonto gesucht werden, sondern zeigen einen eigenen kleinen übersichtlichen Einblick.

Fazit

Hauptsächlich kommt die Anlegung und Nutzung eines Wohnbaukontos immer im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung in Österreich zustande. Vor allem, wenn es zur Finanzierung eines Baus oder Kaufs einer Immobilie dient. Darüber hinaus, kann wie schon oben genannt wurde das Wohnbaukonto mit dem Rahmenkredit verglichen werden, da sowohl Kreditinhaber als auch Kreditnehmer immer Zugriff auf das vorhandene Guthaben haben. Als Fazit könnte man daher sagen, dass ein Wohnbaukonto kostengünstig sowie flexibel ist. Des Weiteren sind mit einem Wohnbaukonto nur geringe Zinsen verbunden.